Brandschutzdämmungen aus Cellulose wirken der Ausbreitung von Feuer entgegen

Beruhigt und sicher leben mit einer Cellulose-Brandschutzdämmung

Welche Anforderungen eine Dämmung beim Brandschutz erfüllen muss, regeln verschiedene DIN- und Euronormen sowie unterschiedliche Brandschutzvorschriften in den Bauordnungen der einzelnen Bundesländer. Climacell Cellulosedämmungen erfüllen die Anforderungen an eine Brandschutzdämmung, wenn sie fachgerecht eingebaut sind. In der Praxis erweisen sie sich anderen Dämmmaterialien sogar überlegen, wie verschiedene Tests und Klassifizierungen von Climacell gezeigt haben. Denn die einschlägigen Normen werden dem Verhalten von Brandschutzdämmungen aus nachwachsenden Rohstoffen nicht im vollen Umfang gerecht und können den Verbraucher durch ihre Begrifflichkeiten verunsichern. In der Praxis zeigt der Cellulosedämmstoff Climacell trotz seines brennbaren Ausgangsmaterials Papier ein sehr gutes Brandschutzverhalten und gibt ein hohes Maß an Sicherheit. Im Folgenden erläutern wir, welche Eigenschaften den Baustoff zu einer geeigneten Brandschutzdämmung machen

Klassifizierung von Cellulose als Brandschutzdämmung

Cellulosedämmungen von Climacell sind nach DIN 4102 in Brandschutzklasse B2 eingestuft. Mit „normal entflammbar“ gehören sie damit in die beste Klasse der grundsätzlich brennbaren Baustoffe. Als genauere Klassifizierung des Brandverhaltens nach EN ISO 9239-1 tragen sie die Bezeichnung B –s2, d0. Was bedeutet das im Klartext?
-    Das B steht für die Baustoffklasse „schwer entflammbar“.
-    s2 steht für begrenzte Rauchentwicklung im Brandfall.
-    Und d0 bedeutet, dass es bei Feuer kein Abtropfen oder Abfallen des Dämmstoffs gibt.
Bereits diese Klassifizierung zeigt also, dass die Eigenschaften der Cellulose als Brandschutzdämmung grundsätzlich gut sind. Vergleicht man Cellulose beispielsweise mit Polysyrol oder Glaswolldämmungen mit Klasse A, zeigen sich gleich mehrere Vorteile: So entwickelt die Cellulosedämmung im Unterschied zu diesen synthetischen Dämmstoffen keine hochgiftigen Rauchgase, die im Brandfall oft eine größere Gefahr für Leib und Leben darstellen als das eigentliche Feuer. Polystyrolplatten und Glaswolle tropfen unter Hitzeeinwirkung ab und tragen so durch brennende Materialtropfen und Hohlraumbildung zur schnelleren Ausbreitung eines Brandes bei – spektakuläre Bilder abgebrannter Neubaufassaden, die durch die Presse gingen, legen Zeugnis davon ab, wie schnell sich das Feuer ausbreiten kann. Diese Gefahr besteht bei Cellulosefasern nicht. Sie fallen nicht ab, tropfen nicht ab und sorgen so dafür, dass sich die Brandausbreitung verlangsamt.

Bei direkter Beflammung 120 Minuten feuerbeständig

In Praxistests haben sich aber noch weitere positive Eigenschaften der „Brandschutzdämmung Cellulose“ gezeigt. So hielt die schlanke Außenwand mit Climacell Cellulosedämmung einer direkten Beflammung für über 120 Minuten stand. Die Wasserkristalle, das in der Cellulose gebunden sind , wird unter Hitzeeinwirkung freigesetzt und führt zu kühlenden und löschenden Effekten. An der Oberfläche der Cellulosedämmung bildet sich unter dem Einfluss von Feuer eine Carbonschicht, die ähnlich wie bei Holz als Schutzschicht gegen die Ausbreitung des Feuers wirkt. Einer Ausbreitung des Feuers wirkt zudem der Sauerstoffmangel innerhalb des festen Gefüges aus Cellulosefasern entgegen.

Brandausbreitung verlangsamen

Brände können nicht nur direkt durch Flammen, sondern auch durch die Weitergabe von Hitze beispielsweise über Wandbauteile von einem Raum an einen anderen weitergegeben werden. Cellulose besitzt im Vergleich mit anderen Materialien eine hohe Wärmespeicherkapazität und luftdichte Struktur. Diese sorgt dafür, dass die Hitzeübertragung durch die Bauteile mit der Cellulose-Brandschutzdämmung langsamer von einem Zimmer ins nächste gelangt und verlangsamt damit die Ausbreitung eines Brandes. Dass Feuer weniger „Nahrung“ bekommt, dafür sorgt auch eine weitere Eigenschaft, die typisch ist für die Cellulosedämmung. Die Cellulosefasern werden lose in Hohlräume eingeblasen und füllen dank dieses Einbauverfahrens auch Ritzen und Spalten lückenlos aus, Aufgrund ihrer Elastizität halten sie dauerhaft dicht, denn Setzungen und das Arbeiten von Bauteilen werden einfach ausgeglichen. Mehr Informationen über das Einbauverfahren gibt es hier. Die hohe Luftdichtheit, die auch aus wärmeschutztechnischer Sicht sehr wünschenswert ist, vermindert im Brandfall die Sauerstoffzufuhr. Ritzen und Spalten, die bei Dämmungen mit Plattenelementen oder Matten nicht immer auszuschließen sind, können dagegen zum „Kamin“ werden, der den Flammen durch Sauerstoffzufuhr durch die Gebäudehülle zusätzliche Nahrung liefert.