Bedeutung und Anforderung
Die Bedeutung und die Anforderungen an den Wärmeschutz haben sich in den vergangenen Jahren in der Bundesrepublik deutlich verschärft. Die Ölkrisen der siebziger Jahre zwangen die Industrieländer zu einem deutlichen sparsameren Umgang mit Energie. Der Begriff und die Größenordnung des U-Wertes rückten in die öffentliche Diskussion. Der U-Wert steht heute als Synonym für die Energieeinsparung, da seine Größe ein entscheidender Parameter für den Heizenergieverbrauch eines Gebäudes darstellt. Obwohl der Energieverbrauch in Deutschland deutlich gesunken ist und der Anteil regenerativer Energien steigt, könnte dieser Energieverbrauch durch rationellen Energieeinsatz deutlich gesenkt werden. Ein Drittel des gesamten Energieverbrauchs wird für Heizung und zur Warmwasserbereitung benötigt. Hier liegen auch die größten Einsparpotenziale. Durch energetische Modernisierung im Gebäudebestand könnte nach heutigem Stand bis zu 80% Energie eingespart werden. Bei der Verbrennung der Energieträger Erdöl, Erdgas, Holz und Kohle werden große Mengen von Treibhausgasen an die Umwelt abgegeben. Das Ergebnis des steigenden Ausstoßes, insbesondere von Kohlendioxid (CO 2 ), führte auch zu einem stetig steigenden Kohlendioxidgehalt in der Atmosphäre. Die globalen Folgen sind weiter steigende Temperaturen und eine deutliche Zunahme von Wetterkatastrophen.
Bei einem optimalen Wärmeschutz lässt sich der Heizenergiebedarf ohne weiteres um bis zu 75% verringern. Dementsprechend verringert sich auch der Schadstoffausstoß. Die Durchführung von Wärmeschutz- maßnahmen ist somit aktiver Umweltschutz.
Primäre Aufgabe der neuen Energieeinspar- verordnung ist es, neben der Senkung des Primärenergiebedarfs, die CO 2 -Emissionen der Gebäude weiter zu senken. Im Klimaschutz- protokoll von Kyoto aus dem Jahre 1997 verpflichten sich die Industriestaaten verbindlich ihre gemeinsamen Emissionen der sechs wichtigsten Treibhausgase (u. a. Kohlendioxid (CO 2 ), Methan (CH 4 ), Fluorchlorkohlen- wasserstoffe (FCKW‘s) im Zeitraum 2008 bis 2012 um 5,2% unter das Niveau von 1990 zu senken. Dabei haben die einzelnen Länder unterschiedliche Emissionsbegrenzungsverpflichtungen akzeptiert. Die Bundesrepublik hat sich zum Ziel gesetzt, die Treibhausemissionen bis 2020 um 40% gegenüber 1990 zu reduzieren. Somit ist die Optimierung der Gebäudehülle für den Wärmeschutz neben der Verwendung moderner Technologien wie Brennwerttechnik, Nutzung der Sonnenenergie etc. eine der wirkungsvollsten Maßnahmen zum Schutz der Umwelt. Die Summe, der in einem Bauteil verwendeten Stoffe, wozu auch die Werte von Fenstern gehören, ergeben dann den bekannten U-Wert. Dieser gibt Auskunft über die sogenannten Transmissionswärmeverluste, das heißt: Wärmeübertragungs ver lus- te, die stets so gering wie möglich sein sollten.
Die meiste Zeit unseres Lebens verbringen wir in Gebäuden. Das Ziel von Dämmmaßnahmen sollte es daher sein, in einem Gebäude ein angenehmes Raumklima zu schaffen. Bauteile mit einer effizienten Wärme- dämmung, die zugleich feuchtigkeitsausgleichend, hitzeschützend und schallschützend wirken, sind daher vorzuziehen. All dies kann der Cellulosedämmstoff climacell ®.


